Er gehöre im deutschsprachigen Kabarett zu den ganz großen Geschichtenerzählern, heißt es in der Jurybegründung für die Vergabe des Deutschen Kabarettpreises an den fränkischen Grantler Matthias Egersdörfer. "Kompromisslos und manchmal verstörend" lote der Egers mit seinem nicht immer sympathischen Bühnenego die Schmerzgrenzen aus. Dass das Publikum dabei viel über sich selber lache, sei Egersdörfers intelligent gebauten Programmen, seiner Schauspielkunst und seiner herausragenden Bühnenpräsenz zu verdanken. Dass sein cholerisch-derber Bühnen-Furor im aktuellen Programm möglichwerweise einer Feier der Langsamkeit gewichen sein könnte, bedeutet lange noch nicht, dass den Egers nicht hin und wieder auch mal die Wut packt. Und dann Gnade Gott ...