Die beiden Newcomer haben am New Bands Festival teilgenommen, sind auf der Feldbühne beim Fest, im Minestrone und anderen lokalen und regionalen Locations aufgetreten. Jetzt haben die Indie-Rockband Fancity (Foto) und der Gitarren-Rapper Gondhi zusammen einen Song aufgenommen. Er heißt „Karussell“ und soll kurz vor der Wahl aufzeigen, wohin das Land politisch hinsteuert.
„Die Idee kam uns, als ein gemeinsamer Auftritt im Minestrone anstand“, so Berit Grasemann,Sängerin und Bassistin von Fancity, „und wir dachten, ein gemeinsames Finale bei dem Auftritt wäre cool. Dann kam uns die Idee, Gondhi einen Rap-Teil in einem unserer Songs anzubieten, statt einen gemeinsamen Coversong einzustudieren. Wir haben Gondhi gefragt, ob er sich vorstellen könnte, bei ´Karussell´ eine Strophe zu machen und er hatte direkt Bock und hat noch im Urlaub seinen Text geschrieben. Als er zurück war, haben wir direkt zusammen geprobt und die Sache dingfest gemacht. Wir fanden die Kombination dann so gut, dass wir beschlossen haben, den Song mit Gondhi zu recorden.“
Aufgenommen wurde der Track im Schall und Wahn-Studio von Christoph Eymannsberger in der Nähe von Salzburg, wo auch schon die letzte EP „Between Hearts And Broken Heads“ von Fancity entstand. Wegen der großen Entfernung hat es für Gondhi keinen Sinn ergeben, ebenfalls dort aufzunehmen. Sein Part wurde mit Tobias Aberle in Karlsruhe aufgenommen und für die Produktion nach Salzburg geschickt. Gemastert wurde bei 24-96-Mastering von Robin Schmidt in Karlsruhe.
„Ich hatte noch einen Textbaustein rumliegen, der thematisch gut zu ´Karussell´ passte, den Song kannte ich bereits in der ersten Version. In meinen musikalischen Anfängen musste jeder Track mit einem catchy Gitarrenriff anfangen, also habe ich mich direkt zuhause gefühlt“, fügt Gondhi hinzu. „Es gilt, das ´Höher Schneller Besser´ das unsere Gesellschaft seit Jahrzehnten lebt, zu hinterfragen und den Kapitalismus und die gierige Anhäufung von Reichtum bei wenigen Individuen zu kritisieren. Dass sich das Karussell ohne lessons learned wieder in die Richtung der Faschisten dreht, ist kein Zufall. Der Turbokapitalismus ermöglicht erst den Faschismus, mit dem wir uns heute wieder auseinandersetzen müssen.“
Der Song ist seit Februar auf allen gängigen Streaming-Plattformen verfügbar, auf Wunsch brennt die Band auch CDs. Konzerte – weder gemeinsam noch einzeln – stehen derzeit nicht an, weitere Kollaboration sind nicht ausgeschlossen. „Es ist immer spannend, mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten. Gerade wenn es um das Mischen verschiedener Genres geht, lernt man viel Neues, während durch die verschiedenen Einflüsse etwas ganz Besonderes entsteht“, so Berit Grasemann abschließend.