Antonín Dvoráks ergreifendes Stabat Mater op. 58 zählt zu den populärsten und am häufigsten aufgeführten Sakralwerken der Spätromantik. Dabei ist das zwischen Februar 1876 und November 1877 entstandene und 1880 in Prag uraufgeführte Meisterwerk Dvoráks erstes und zugleich umfangreichstes Sakralwerk. Vier Jahre nach der Prager Uraufführung hatte 1884 das erfolgreiche Konzert in der Londoner Royal Albert Hall mit fast 1.000 Mitwirkenden Dvořák zum internationalen Durchbruch verholfen und das Stabat Mater zusammen mit seiner 9. Symphonie "Aus der Neuen Welt" zu seinen beliebtesten Werken überhaupt werden lassen. In einer Zeit, in der der böhmische Komponist gleich mehrere Schicksalsschläge zu ertragen hatte, war die Vertonung des mittelalterliches Gedichts, in dem die Schmerzen und die Trauer Marias unter dem Kreuz besungen werden, aus persönlichem Schmerz heraus geschrieben worden. Im Konzert in der Karlsruher Stephanskirche musizieren die Solisten Antonia Bourvé, Julia Werner, Bernhard Gärtner und Manfred Bittner, die Kammerphilharmonie Karlsruhe und der Stephanschor Karlsruhe und der Leitung von Patrick Fritz-Benzing.
> Kath. Stadtkirche St. Stephan Karlsruhe, Erbprinzenstraße 14, 17 Uhr