Die Ausstellung „Fragmente einer Berührung“ hebt die Berührung im Werk der Medien- und Performancekünstlerin und Pionierin feministischer Aktionskunst Valie Export hervor. Dies nicht nur im Sinne des Berührens von Körpern und Objekten, sondern als Wahrnehmung und Bestimmung von Grenzen und Übergängen etwa zwischen Bild und Raum, Materie und Leere, Körper und Umwelt. Das Aufzeigen und Überschreiten von Grenzen lässt sich vielfach in Arbeiten der Documenta-Teilnehmerin von 1977 und 2007 und Vertreterin Österreichs auf der Kunst-Biennale 1980 finden: in raumgreifenden Installationen ebenso wie in ihren oftmals die künstlerische Darstellung von der Leinwand in Raum hinein erweiternden Filmen. Die Schau will aufzuzeigen, dass die Werke der international in den bedeutendsten Sammlungen vertretene Künstlerin oftmals auf Beobachtungen und Analysen gesellschaftlicher und medienvermittelter Konstruktion beruht. Neben großen Rauminstallationen zeigt die Ausstellung eine Auswahl des filmischen Werks von Valie Export in einem eigens eingerichteten Kinosaal und rückt die Verzahnung verschiedenster Arbeiten und Medien in den Vordergrund, um die Entwicklung künstlerischer Motive, ihre Bedeutungsverschiebungen und die Vielfalt der Herangehensweisen an das Thema Berührung aufzuzeigen. Zu sehen sind unter anderem die „Body Sign Action“ aus dem Jahr 1970, die die Künstlerin mit einem auf ihren Oberschenkel tätowierten Strumpfhalter zeigt, sowie die Installationen „Nadel“ und „Fragmente der Bilder einer Berührung“.
> Kunsthalle Baden-Baden, Lichtentaler Allee 8a, bis Mi 30. Dezember 2020, Die-So 11:00-18:00 Uhr.