1. Der ursprüngliche noch gültige Mietvertrag der Karl-Apotheke läuft regulär bis zum 28.Februar 2015 und nicht, wie von Frau Mergen behauptet, bis 31.Dezember 2015. 2. Die Stadt hat eben nicht weit im Vorfeld Kontakt mit dem Pächter aufgenommen, sondern schriftlich nur ultimativ Termin Feb. 2015 genannt. 3. Der Pächter trat an Frau Mergen mit der Bitte um eine mündliche Unterredung heran, der sie jedoch nie stattgegeben hat. 4. Frau Mergen hat dem Pächter schriftlich geantwortet, dass "sie keine Option oder Möglichkeit für die Zeit einer Nutzung nach 2018 aufzeigen könne und er aber gleichwohl die Möglichkeit hätte, sich um andere Räume zu bemühen." 5. Nie und in keiner Sprache wurde mit dem Pächter eine Verlängerung des Vertrages um weitere fünf Jahre bis Ende 2018 vereinbart. Von Ende 2015 bis Ende 2018 sind es ja allenfalls drei und nicht fünf Jahre. Unter einer Vereinbarung versteht man landläufig eine Vereinbarung zwischen zwei Partnern und kein einseitiges Diktat. 6. Es besteht mit dem Pächter heute immer noch keinerlei Vereinbarung, was auch der Bemerkung von Herrn Dr. Mentrup, erst Ende 2015 Überlegungen zur Gesamtsituation vorzulegen, zu entnehmen ist. 7. Niemals hat der Pächter von sich aus Überlegungen Raum gegeben, in absehbarer Zeit aus Altersgründen auszuscheiden. Sondern im Gegenteil, der Pächter ist bemüht, eine florierende Apotheke, welche sich in der Öffentlichkeit einer großen Beliebtheit erfreut, weiterzuführen und verantwortungsvoll in die Zukunft zu blicken. 8. Der Pächter hat klar und deutlich dargelegt, dass er an einem, den Generationenwechsel erlaubenden Mietvertrag mit sinnvoller Laufzeit interessiert ist. Ein Nachfolger braucht heutzutage wenigstens eine Mietzeit von zehn Jahren mit anschließenden Optionsrechten, um finanziell eine Apotheke mit ihren gesetzlichen Auflagen abzahlen zu können. Das sollte auch einer interessierten Finanz- und Wirtschaftsbürgermeisterin bekannt sein. 9. Erhält die Apotheke nur Kurzläufermietangebote, bedeutet dies, dass sich
so kein Nachfolger finden wird und die Schließung der Apotheke abzusehen ist.
Christian Giese, Karl-Apotheke, Karlsruhe